Hebräische Fragmente in Österreich
 

Bilder: 1

St. Paul im Lavanttal, Benediktinerstift
Cod. 60/3, Einband

Text noch nicht Identifizierbar

Anmerkung:
Paläographische Beschreibung: Die fragmentarisch erhaltenen Schriftreste sind in einer kleinen bis mittelgroßen hebräischen Buchschrift ausgeführt, mit insgesamt kantigem, gedrungenem Duktus und überwiegend aufrechter Strichführung. Die Buchstaben zeigen kurze Ober- und Unterlängen, begrenzte Rundungen sowie enge Buchstabenabstände, was auf eine ökonomische, nicht-ornamentale Schreibweise hinweist. Die Tintenführung ist gleichmäßig und funktional, ohne dekorative Elemente; die erhaltenen Zeichen gehören eindeutig zu fortlaufendem Fließtext.
Schriftform, Proportionen und Zurückhaltung der Gestaltung sprechen insgesamt für eine aschkenasische (bzw. aschkenasisch geprägte) Buchschrift. Das Beschreibmaterial ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Papier; der stark beschädigte innere Rand im Bereich der Heftung deutet auf intensive Nutzung oder sekundäre Verwendung im Rahmen der Kodexbindung hin. Eine vorsichtige Datierung in das späte Mittelalter (ca. 13.–15. Jh.) ist naheliegend, bleibt jedoch aufgrund des fragmentarischen Erhaltungszustands vorläufig.

Datierung: 13.-15. Jhd.
Schrift: Aschkenasische Quadratschrift
Literatur: noch keine Information

Eintrag erstellt von: Neri Y. Ariel

Addenda/Corrigenda Please contact | PD Dr. Martha Keil | St. Pölten/Wien

Fragmente

noch keine Information

Trägerhandschrift/Codex

St. Paul im Lavanttal, Benediktinerstift, Cod. 60/3

 

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