Hebräische Fragmente in Österreich
 

Bilder: 2

Wiener Neustadt, Stadtarchiv
Urkunde Scrin. Ii Nr. 37/3

Dokumente, Verträge

Brief über Heiratsgut (Einhebung einer Ketubba), Wr. Neustadt, 2. April 1462.

Mindl, die Witwe des Yiṣḥaq b. Elyaqim, schwört vor dem rabbinischen Dreierkollegium (Bet Din) in Wiener Neustadt, dass sie nichts aus der in ihrer Ketubba festgesetzten Summe erhalten hat. Da der Wert der für sie bestimmten Güter und des Bargelds ihres verstorbenen Mannes die Eheverschreibungssumme nicht erreicht, wird ihr das Haus, das ihr Mann hinterlassen hat, zugesprochen. Angehörige des Dreierkollegiums: Yiṣḥaq b. Avi ha-`ezri, Moshe b. Yehoshua`, Shlomo b. Yeḥezqel; einberufen von: Yozman Kohen. Auf der Rückseite von Hand des 15. Jh.: Der Myndl judin gemacht brief.

Datierung: 2. April 1462
Schrift: Aschkenasische Semikursive
Literatur: Schweinburg-Eibenschitz 254 (Text); Pollak 23f. (Übersetzung); Keil, Liber Judeorum 78; Keil, Gemeinde und Kultur 33.

Eintrag erstellt von: Almut Laufer, Jerusalem

Addenda/Corrigenda Please contact | PD Dr. Martha Keil | St. Pölten/Wien

Fragmente

Perg. 85 x 160/163. Schriftraum maximal 75 x 140. 14 Schriftzeilen, davon die letzten vier verkürzt. Zeilenlinierung nicht erkennbar. Zeilenabstand 4/5 mm.

Trägerhandschrift/Codex

Wiener Neustadt, Stadtarchiv, Urkunde Scrin. Ii Nr. 37/3

 

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