Hebräische Fragmente in Österreich
 

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Wiener Neustadt, Stadtarchiv
Urkunde Scrin. Ii Nr. 37/1

Dokumente, Verträge

Brief über Heiratsgut (Einhebung einer Ketubba), Wr. Neustadt, 22. Mai 1488.

Krondl bat Naftali, die Witwe des Ḥayyim b. Yehoshua, schwört vor dem rabbinischen Dreierkollegium (Bet Din) in Wr. Neustadt, dass sie nichts aus der in ihrer Ketubba festgesetzten Summe erhalten hat. Da der Wert der für sie bestimmten Güter und des Bargelds ihres verstorbenen Mannes die Eheverschreibungssumme nicht erreicht, wird ihr ein Schuldschein über 50 Gulden, den ihr Mann hinterlassen hat, überschrieben. Angehörige des Dreierkollegiums: Yiṣḥaq b. Avi ha-`ezri, Avraham b. Aharon Yona, Shmu´el b. Qalonimos. Auf der Rückseite von Hand des 15.Jh.: Die Krondl judin Kaym Hoschman judn wittib morgengab brief auf des Hoschman haws.

Datierung: 22. Mai 1488
Schrift: Aschkenasische Kursive
Literatur: Schweinburg−Eibenschitz 254 (Text); Keil, Liber Judeorum 94:32, Keil, Gemeinde und Kultur 33.

Eintrag erstellt von: Almut Laufer, Jerusalem

Addenda/Corrigenda Please contact | PD Dr. Martha Keil | St. Pölten/Wien

Fragmente

Perg. 130/143 x ca.105. Schriftraum ca. 80 x 90. 17 Schriftzeilen, davon die letzten vier in vergrößerter Schrift. Schriftraum von je einer Stiftlinie in Vertikalrichtung flankiert, Zeilenlinierung nicht erkennbar. Zeilenabstand 4/5 mm.

Trägerhandschrift/Codex

Wiener Neustadt, Stadtarchiv, Urkunde Scrin. Ii Nr. 37/1

 

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