Hebräische Handschriften und Fragmente
in österreichischen Bibliotheken
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Ziel des Gesamtprojektes:

Das Ziel des Gesamtprojekts besteht darin, die hebräischen Handschriften und Fragmente in österreichischen Bibliotheken zu erfassen, zu identifizieren sowie kodikologisch und paläographisch zu beschreiben und damit Quellenmaterial für die Geschichte der judaistischen Texte und des mittelalterlichen Judentums in Österreich aufzufinden. Derzeit beschränkt sich das Projekt im wesentlichen auf die Erfassung und die wissenschaftliche Beschreibung der hebräischen Fragmente.

Abgrenzungen:

Primäres Objekt ist das mittelalterliche judaistisch einschlägige Schrifttum in hebräischer und aramäischer Sprache, soweit es sich in österreichischen Bibliotheken befindet. Gesucht wird dabei insbesondere nach hebräischen Fragmenten im Handschriften-, Inkunabeln- und Frühdruckbestand. Die hebräischen Fragmente der Österreichischen Nationalbibliothek sollen in einem eigenen Projekt erhoben werden. Einschlägige Bestände aus privatem Besitz werden − soweit sie bekannt sind − ebenfalls aufgenommen. "Österreich" bezieht sich auf die derzeitigen politischen Grenzen des Landes. Bestände in Fonds außerhalb davon können nur am Rande berücksichtigt werden.

Geschichte des Projekts:

Das Projekt wurde 1991 von Univ.-Prof. DDr. Ferdinand Dexinger in Zusammenarbeit mit dem damaligen Leiter der österreichischen Gesellschaft der "Freunde der hebräischen Universität in Jerusalem" General Konsul Dipl. Ing. DDr. Peter Landesmann und der Hebrew University of Jerusalem (Prof. Yaakob Sussmann) gegründet. Veröffentlichungen zur Gründung und zum ersten Verlauf des Projekts finden sich in zwei Beiträgen von Peter Landesmann (Die 'Europäische Genisah') und Ferdinand Dexinger (Hebräische Fragmente) in den Nachrichten von der Hebräischen Universität Jerusalem 1991 und 1994. Bis zum vorzeitigen Tod des Projektleiters im Jahr 2003 erfolgte im wesentlichen die von Mitarbeitern der Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters der Österreichischen Akademie der Wissenschaften durchgeführte Befunderhebung in den meisten Bundesländern Österreichs (nicht oder nicht vollständig erforscht wurden neben den entsprechenden Beständen der Österreichischen Nationalbibliothek die Fonds in Burgenland, Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg). 2004 wurden die Arbeiten unter der Leitung von Ass.-Prof. Dr. Josef Oesch (Institut für Bibelwissenschaften und Historische Theologie, Universität Innsbruck) und Univ.-Prof. Dr. Franz Hubmann (Institut für Bibelwissenschaften an der Katholisch-Theologischen Universität Linz) wieder aufgenommen. Anlässlich seiner Pensionierung übergab Prof. Oesch im November 2008 das Projekt an PD Dr. Martha Keil, Direktorin des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs. Die Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters der Österreichischen Akademie der Wissenschaften stellt dem Projekt seit dessen Beginn ihre Infrastruktur zur Verfügung und betreut Datenbank und Webauftritt. Das Projekt ist seit Dezember 2007 in das gesamteuropäische Projekt "Hebrew Fragments in European Libraries" mit insgesamt neun Ländern in Zusammenarbeit mit der National and University Library Jerusalem eingebunden.

Von den Arbeiten am Projekt "Hebräische Handschriften und Fragmente in Österreichischen Bibliotheken" berichtet der Band Ch. Glassner, J. M. Oesch (Hg.), Fragmenta Hebraica Austriaca. Akten der Session 'Hebrew Manuscripts and Fragments in Austrian Libraries' des International Meeting der Society of Biblical Literature in Wien am 26. Juli 2007 (= Sitzungsberichte der phil.-hist. Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 783) , Wien 2009.

Leitung und MitarbeiterInnen:
Leitung:
1991-2002: Univ.-Prof. DDr. Ferdinand Dexinger, Institut für Judaistik, Universität Wien (Bibliografie Ferdinand Dexinger)
2004-2008: Ass.-Prof. Dr. Josef M. Oesch, Institut für Bibelwissenschaften und Historische Theologie, Universität Innsbruck (e-mail: josef.oesch@uibk.ac.at) und Univ.-Prof. Dr. Franz Hubmann, Institut für Bibelwissenschaft des Alten und Neuen Testamentes, Katholisch Theologische Privatuniversität Linz (e-mail: f.hubmann@ktu-linz.ac.at)
ab Nov. 2008: PD Dr. Martha Keil, Institut für jüdische Geschichte Österreichs (e-mail: martha.keil@injoest.ac.at)

MitarbeiterInnen:
1991-2004: Dr. Franz Lackner, Österreichische Akademie der Wissenschaften (e-mail: Franz.Lackner@oeaw.ac.at)
1991-2011: Dr. Alois Haidinger, Österreichische Akademie der Wissenschaften (e-mail: Alois.Haidinger@oeaw.ac.at)
ab 1994: Dr. Christine Glaßner, Österreichische Akademie der Wissenschaften (e-mail: Christine.Glassner@oeaw.ac.at)
ab 2004: Mag. Almut Laufer, Jerusalem (e-mail: almutlaufer@hotmail.com)
ab Mai 2008: Dr. Edna Engel, Jewish National and University Library Jerusalem (e-mail: ednae@savion.huji.ac.il)
ab Nov. 2008: Dr. Andreas Fingernagel, Österreichische Nationalbibliothek (e-mail: andreas.fingernagel@onb.ac.at)
ab Jänner 2009: Dr. Domagoj Akrap, Bibliothek Jüdisches Museum Wien (e-mail: domagoj.akrap@univie.ac.at)
2010-2012: Mag. Martin Haltrich, Österreichische Akademie der Wissenschaften (e-mail: Martin Haltrich@oeaw.ac.at)
ab März 2012: DI Emanuel Wenger, Österreichische Akademie der Wissenschaften (e-mail: Emanuel.Wenger@oeaw.ac.at)
ab Mai 2013: PD Dr. Ursula Schattner-Rieser, Universität Innsbruck, Institut für Bibelwissenschaften (e-mail: ursula.schattner-rieser@uibk.ac.at)

Martha Keil, Josef Oesch

am Projekt beteiligte Institutionen
Institut für jüdische Geschichte Österreichs

Österreichische Akademie der Wissenschaften

Österreichische Nationalbibliothek

Österreichische Nationalbibliothek

Finanziell gefördert von:

Land Niederösterreich
Land Niederösterreich
Land Tirol